Startseite
Die Räumlichkeiten
Aus- und Weiterbildung
Bildungsurlaub
Aktuelles und Seminarübersicht
Praxis für Psychotherapie
Integrierte Kurzzeit-Psychotherapie
Mentaltraining und Hypnotherapie
Klangmassage nach Peter Hess®
Arbeit am Tonfeld®
Marma Yoga®
Reiki und Klang für Schwangere
Jikiden Reiki®
Shambala - Schamanismus
Kontakt - Impressum - Datenschutz
Anfahrt und Unterkunft
Netzwerk und Empfehlungen
Persönliches
Bildergalerie
       



und Autogenes Training - Tiefenentspannung und Imaginationsverfahren






Warum eine eigene Informationsseite über diesen Teil meiner Arbeit?

Es gibt viele Irrtümer und falsche Vorstellungen zum Thema Hypnotherapie, die zum Teil durch entsprechende Berichterstattung, aber auch durch Hypnose-Shows genährt werden.  Daher ist es mir wichtig, ein wenig zur Klärung des Begriffs und zur Aufklärung über diese wertvolle Arbeit beizutragen.



unspektakulär, speziell auf den Klienten abgestimmt und sehr wirksam hinsichtlich der Entspannung, der Ressourcenförderung, der Lösung von Ängsten und der Entwicklung der eigenen Potentiale.

Ich nutze die Hypnotherapie lösungs- und entwicklungsorientiert.



  • Hypnos - ist der Gott des Schlafes und der Vater der Träume
  • Es gibt Schlaf-Träume und Wach-Träume - in der Hypnose arbeiten wir mit Wach-Träumen
  • Träume sind Botschaften der schöpferischen Kraft des Unbewussten
  • Das Unbewusste ist die Summe unseres ganzen Erfahrungsschatzes
  • Wenn Du ein Problem lösen möchtest - (schlaf)"träum" erst mal drüber
  • Denn: Den Seinen gibt’s der Herr im (Schlaf) Traum



 


Training, ist ein vertrauter Begriff für "Üben". Training kennen wir aus dem Sport und aus dem Lernbereich. Das eine Training ist körperlicher, das andere geistiger Art.  Die geistige Ebene ist sowohl für das kognitive Lernen zuständig, als auch für das eigenständige Denken. Doch oft verselbständigt sich dieser Bereich des Denkens und der Gedanken derart, dass im Kopf gar keine Ruhe mehr eintritt. Insbesondere dadurch, dass Gedanken und Gefühle eng miteinander verknüpft sind.

Gedanken, die in uns unangenehme Gefühle wie Ängste oder Befürchtungen hervorrufen, erzeugen weitere und lange Gedankenketten, die das Wohlbefinden beeinträchtigen, oft jedoch nichts an der gegenwärtigen Situation ändern können. Der Herzschlag steigt, die Puls- und Atemfrequenz steigt an, der Magen rebelliert oder es geht einem an die Nieren.

In dem Augenblick, in dem wir nicht denken oder gute Gedanken haben, geht es uns gut. Im Mentaltraining geht es darum, dieses Wissen zu nutzen und sinnvoll einzusetzen. Dies ist z. B. auch ein wichtiger Bestandteil des Yoga-Weges: die "Kontrolle der Gedanken" oder die "Gedankenhygiene". Sogar ganze Therapierichtungen machen sich diese uralten Weisheiten zunutze, beispielsweise in der Kognitiven Verhaltenstherapie.

Das Mentaltraining zielt darauf ab, den Geist zur Ruhe zu bringen, damit das schöpferische Unbewusste, unsere verborgenen Ressourcen und Kräfte, die wir haben, zum Tragen zu bringen.




Das (persönlich) Unbewusste ist Teil unseres (Bewusst-)Seins, als die in uns abgespeicherte Summe aller unserer Erfahrungen, unseres Wissens, unserer Erlebnisse, Eindrücke, Gedanken, Emotionen, Fähigkeiten, Ressourcenkräfte, sowie all dessen, was wir jemals gesehen, gehört oder gelesen haben und es gehört zu uns. Darüber hinaus steht es in Verbindung zu allen Erfahrungen, allem Wissen und Erleben der Menschheit - was C. G. Jung als kollektiv Unbewusstes bezeichnet hat.

Glücklicherweise ist es im Zustand des Wachbewusstseins nicht möglich, auf all diese abgespeicherten Informationen gleichzeitig zuzugreifen, denn das würde vermutlich zu einem Chaos in unserem Gehirn und dadurch auch in unserem Nervensystem und in unserem Körper führen. So ist unserem Wachbewusstsein immer nur der Bereich zugänglich, auf den wir gerade den Fokus legen. Andererseits ist es dem Wachbewusstsein manchmal nur schwer möglich gezielt auf bestimmte Bereiche unseres Erfahrungsschatzes zurückzugreifen.

Genau hier setzt das Mentaltraining bzw. die Hypnotherapie ein, indem durch einen passiven entspannten Zustand die Suchfunktion des Unbewussten aktiviert wird.

Ebenso unbewusst gesteuert sind sowohl alle vegetativ beeinflussten, organischen, lebenserhaltenden Abläufe im  Körper, als auch viele abgespeicherte Denk-, Fühl- und Verhaltensgewohnheiten. Die Anforderungen oder Überforderungen im Alltag führen oft zu einer erhöhten Anspannung in der Muskulatur, zu einer erhöhten Aktivität des sympathischen (anregenden) Teils unseres Nervensystems und auch zu eingeengten Denk- und Verhaltensmustern.

In diesen Fällen kann das Mentaltraining bzw. die Hypnotherapie mittels der Tiefenentspannung dafür sorgen, dass Entspannung in der Muskulatur eintritt, dass der parasympathische Teil unseres Nervensystems mit seiner beruhigenden und entspannenden Wirkung auf die Organe und auf die Atmung einwirkt und dass wir im entspannten Zustand wieder Zugang zu erweiterten Denk-, Fühl- und Handlungsmöglichkeiten haben.

Um das Tor zum Unbewussten zu öffnen, braucht es einen veränderten Seinszustand, den wir Tiefenentspannung oder Trance nennen und der sich sowohl vegetativ/organisch auswirkt, auf Atmung, Herzschlag, Verdauung, Körpertemperatur, als auch mental, auf die Gehirnaktivität durch eine zunehmende Alpha-Wellen-Konzentration und abnehmende Beta-Wellen-Konzentration.

  • Beta-Wellen sind Hirnströme über 13 Hertz - sie sind vor allem im Wachzustand nachweisbar
  • Alpha-Wellen sind Hirnströme zwischen 8 und 12 Hertz - sie sind in der tiefen Entspannung nachweisbar
  • Theta- und Delta-Wellen sind Hirnströme unter 8 Hertz - sie sind im Allgemeinen nur im Schlaf nachweisbar

Das Unbewusste ermöglicht uns einen Zugang zu den eigenen inneren Bildern und ist mehr verknüpft mit dem Gehirnareal, das für die Gefühle und Emotionen zuständig ist - dem limbischen System, sowie mit den Aufgaben, die wir der rechten Gehirnhälfte zuordnen und den Stammhirnaufgaben.

Die rechte Gehirnhälfte scheint mehr an der Verarbeitung von Erinnerungen an Personen, Dingen, Erlebnissen, Erfahrungen, Emotionen, Musikalität, ganzheitlichen Erfahrungen, Körpersprache, Synthese und analogem Denken beteiligt zu sein. Tatsächlich ist es jedoch so, dass bei all diesen Verarbeitungen sehr komplexe Verknüpfungen und Verschaltungen aktiv sind, die auch linkseitige Gehirnareale mit einbeziehen. Hier gibt es Dank der modernen Gehirnforschung laufend neue Erkenntnisse.

Die linke Gehirnhälfte scheint mehr zuständig zu sein für das Gedächtnis für Worte und Sprache, Lesen, Mathematik, logisches Denken, Planung, Analyse und digitales Denken. Das Wachbewusstsein ist mehr verknüpft mit dem Frontalhirn, der Ratio, dem logischen Denken und den Aufgaben, die wir der linken Gehirnhälfte zuschreiben.

Im Zustand der Trance geht die Aktivität des Wachbewusstseins auf bis zu 25% der normalen Aktivität zurück und die emotional gesteuerten Gehirnanteile, mit ihrem bildhaften, phantasiereichen und kreativen Denken werden stärker aktiviert.

Allgemeinverständliche gute Fachliteratur zum Thema Gehirnforschung, Neurobiologie und die Kraft der inneren Bilder, findet man bei Dr. rer. nat. Dr. med. habil. Gerald Hüther, Professor für Neurobiologie an der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen: z. B. Die Macht der inneren Bilder, Die Biologie der Angst - Wie aus Stress Gefühle werden, Das Geheimnis der ersten neun Monate, Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehin.




Die hypnotische Trance macht das alltägliche Funktionieren nebensächlich und gibt dem Unbewussten mehr Raum. Die Aufmerksamkeit ist hoch konzentriert, meist mehr nach innen ausgerichtet und das Weltgeschehen rundherum verblasst etwas. Das Transportmittel, das uns zu diesem Trancezustand trägt, ist die tiefe Entspannung in der Muskulatur, die Ruhe im Kopf, das Gedankendrängen lässt nach (ausgeprägter Alpha-Wellen-Zustand), sowie ein langsamer, gleichmäßiger und tiefer Atem, und eine ruhige Herzfrequenz.

Trance ist ein Teil unseres natürlichen Bewusstseins-Spektrums, das sich zwischen den beiden Polen „hellwach“ auf der einen Seite und „bewusstlos“ auf der anderen Seite erstreckt. Dazwischen liegen Schlaf, Trance und Wachzustand in jeweils mehr oder weniger starker Ausprägung. In der Trance sind wir also nicht bewusstlos, sondern ganz konzentriert und fokussiert und blenden alle nebensächlichen Geräusche, Wahrnehmungen und Funktionen aus. Dadurch sind wir wesentlich weniger störanfällig in diesem Zustand.


Natürliche Trancezustände im Alltag

Der Trancezustand wird von den meisten Menschen als sehr angenehm erlebt, da uns dieser Zustand aus unserem Alltag vertraut ist. Der natürliche Trancezustand ist gekennzeichnet von wohltuender Entspannung mit einer angenehmen inneren Distanz zum Alltagsgeschehen. Es ist ein wacher und doch träumerischer Zustand, in dem die Zeit still zu stehen scheint oder die Stunden wie im Flug vergehen. Das kann entstehen, wenn man in eine geliebte Tätigkeit ganz vertieft ist, wenn man sich ganz verbunden fühlt mit der Natur, beim Betrachten eines schönen Films, beim Lesen eines Buches, oder wenn Kinder hingebungsvoll ins Spielen vertieft sind.




Die therapeutische Trance arbeitet mit einem veränderten Bewusstseinszustand -

das bedeutet die Klienten sind "bei Bewusstsein" nicht bewusstlos.

In diesem veränderten Bewusstseinszustand werden im Unbewussten Suchprozesse ausgelöst und Ressourcen gefunden, die für Lösungen von Problemen genutzt werden können, die die Persönlichkeits-entwicklung fördern und so die Lebensqualität erhöhen.

Da das Wachbewusstsein zu einem Teil bestehen bleibt, ist es dem Klienten jederzeit möglich, wenn er dies wünscht, von einer Sekunde zur anderen auf den vollen Wachbewusstseinszustand umzuschalten.






Die hypnotherapeutische Geburtsvorbereitung empfiehlt sich für das letzte Schwangerschaftsdrittel.

Im Falle besonderer Ausgangsbedingungen, wie  negative oder traumatische Geburtsvorerfahrung, seelische Beeinträchtigung während der Schwangerschaft, besondere Belastungssituationen - beruflich oder privat, kann und sollte die Vorbereitung bereits früher beginnen.



Die Fähigkeit zu gebären ist in jeder Frau natürlich angelegt. Wie viele andere unserer Fähigkeiten, befindet sie sich sozusagen im unbewussten Teil unseres Seins und wird im erst Bedarfsfall aktiviert.

Wenn wir sehr ängstlich und verspannt sind, ist unser Zugang zum Unbewussten aber oft versperrt. (Selbst-)Hypnose oder hypnotische Trance ist dann wie ein Schlüssel, der die Tür zur Schatzkammer unserer unbewussten Fähigkeiten öffnet.

Mehr zum Thema Schwangerschaft und Geburt auf der Seite Yoga/Klang in der Schwangerschaft.



Hypnoimaginatives Mentaltraining zur Geburtsvorbereitung ist Selbsthypnose und damit aktive Mitarbeit der schwangeren Frauen

  • Erlernen der Selbsthypnose-Technik
  • Regelmäßiges Üben – davon hängt der Erfolg der Methode ab
  • Eigenverantwortung übernehmen für das persönliche Wohlergehen
  • Aktive Geburtsgestaltung – statt passivem Erleiden der Geburt

Hypnoimaginatives Mentaltraining fördert die körperliche, mentale und emotionale Entspannung.

Die Fähigkeit zu Entspannung ist durch Selbsthypnose erlernbar und wird durch das regelmäßige Üben selbstverständlich und leicht. 

Hypnoimaginatives Mentaltraining reduziert den Einsatz von chemischer Anästhesie und von Schmerzmedikamenten.
Dadurch fällt eine Belastung des Atmungs- und Kreislaufsystems bei Mutter und Kind weg.  

Hypnoimaginatives Mentaltraining bewirkt üblicherweise eine Verkürzung der Eröffnungsphase.
Medizinische Studien belegen, dass die Eröffnungsphase bei Frauen mit hypnotischer Geburtsvorbereitung um bis zu 20% verkürzt ist. Bei Erstgebärenden verkürzt sich die Geburtszeit um bis zu 2 Stunden. 

Geringere Ermüdung bei der Geburt.
Die Frau ermüdet weniger schnell bei der Entbindung, weil sie in der Zeit zwischen den Gebärmutterkontraktionen sich wieder tief entspannen kann und weil erwiesenermaßen die Widerstandskraft bei körperlicher Anstrengung in hypnotischer Trance erhöht ist. 

Hypnoimaginatives Mentaltraining reduziert das Risiko eines Geburtsschocks,
weil die Gebärende im ersten Stadium der Geburt nicht so erschöpft ist. Sie kann im hypnotischen Zustand essen, trinken oder auch schlafen. Sie kann aber auch wenn die Kontraktionen stark werden, wach und aufmerksam mit dem Arzt und der Hebamme kooperieren. 

Hypnoimaginatives Mentaltraining beeinträchtigt nicht die Gebärmutteraktivität.
Anästhetika, Schmerzmittel und Sedativa können sich unterdrückend auf die Uteruskontraktionen auswirken und damit die Wehen verlängern. Selbst wenn es nicht möglich ist auf entsprechende Mittel zu verzichten, ist unter dem Einsatz von Hypnose oft eine geringere Dosis ausreichend, was sich schon vorteilhaft auswirkt. 

Hypnoimaginatives Mentaltraining bewirkt eine deutliche Schmerzreduktion.
Durch die hypnotische Trance wird der Angst-Anspannungs-Schmerz-Kreislauf gelöst und eine erhöhte Schmerzresistenz erreicht. Zusammen mit der Fähigkeit immer wieder zwischen den Kontraktionen in eine tiefe körperliche und mentale Entspannung zu gehen, ist dies eine deutliche Geburtserleichterung.

Sogar im zweiten Stadium der Geburt, wenn die Kontraktionen häufiger und intensiver werden, können Frauen, die gelernt haben, tiefes rhythmisches Atmen mit Suggestionen für zunehmende Entspannung zu verbinden, Schmerzen vermindern oder sogar ganz ausschalten. 

Hypnoimaginatives Mentaltraining stärkt die Fähigkeit der Frauen zur wachen Kooperation mit dem Arzt und der Hebamme
Vor allem im letzten Stadium, kurz bevor der Kopf des Kindes durchtritt, ist es wichtig, dem Pressdrang, der natürlicherweise entsteht, widerstehen zu können, damit sich das Perineum langsam genug dehnen kann, damit es nicht reißt. Diese Phase erfordert die ganze wache Aufmerksamkeit der Gebärenden und ihre Bereitschaft den Atemanleitungen der Hebamme und des Arztes zu folgen. Eine Frau, die hypnotisch vorbereitet ist, kann in der Regel sehr viel besser das Pressen auf Anleitung der Hebamme regulieren. 

Hypnoimaginatives Mentaltraining stärkt die Fähigkeit die Geburt aktiv zu gestalten.
Die Geburt ist ein schöpferischer Prozess und ein intensiver Kraftakt für die Frau. Wenn sie gelernt hat mit der Selbsthypnose umzugehen, hat sie mehr Vertrauen in ihren Körper, in ihre eigene Kraft und in ihre Fähigkeit zur Kontrolle der Situation. Sie ist aktiv am Geschehen beteiligt und nicht ständig auf den Arzt oder die Hebamme angewiesen.  

Die Erholungsphase nach einer Geburt mit Hypnoimaginativem Mentaltraining verläuft in der Regel schneller und ohne Zwischenfälle.
Die meisten Frauen, die mit Hypnose entbunden haben, fühlen sich nach der Geburt erstaunlich fit und wenig erschöpft.  

Der Milchfluss kann über Hypnoimaginatives Mentaltraining angeregt und das Stillen erleichtert werden.
Es ist bekannt, dass der Stillvorgang durch bewusste oder unbewusste emotionale Probleme sehr störanfällig ist. Im hypnotischen Trancezustand  wird diese Störanfälligkeit herabgesetzt.

(Quelle: Liz Lorenz-Wallacher: Schwangerschaft, Geburt und Hypnose)

Seit meiner Weiterbildung im Frühjahr 2011 bei Liz-Lorenz Wallacher (Leiterin des Milton-Erickson-Institutes in Saarbrücken), begleite ich erfolgreich viele Frauen mit dem hypnoimaginativen Mentaltraining zur Geburtsvorbereitung.


Flyer Mentaltraining zur Geburtsvorbereitung.pdf







  • Entspannung
  • Gezielte Mobilisierung eigener Ressourcen und Fähigkeiten
  • Anregung der Kreativität und des eigenen schöpferischen Potentials
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Leistungssteigerung


  • Schlafstörungen
  • Stressbelastung
  • zur Immunstärkung bei Rehabilitation oder nach schweren Erkrankungen
  • Motorische Überaktivität
  • Migräne
  • Stottern
  • Burn-out-Syndrom
  • Prüfungsangst
  • Präsentationsangst
  • Flugangst
  • Phobien
  • psychosomatische Beschwerden
  • Bluthochdruck
  • Asthma
  • Abhängigkeiten (z. B. Rauchen)








Milton H. Erickson:
Hypnose ist ein Zustand intensivierter Aufmerksamkeit und Aufnahmefähigkeit mit einer erhöhten Reaktionsfähigkeit gegenüber einer Vorstellung oder einem Bündel von Vorstellungen."

"... entgegen falschen Vorstellungen bleibt die hypnotisierte Person derselbe Mensch. Nur ihr Verhalten ändert sich durch den Trancezustand, aber selbst dieses veränderte Verhalten leitet sich aus den Lebenserfahrungen des Patienten ab und wird nicht durch den Therapeuten beeinflußt.
...
Die Trance verändert weder die Person noch ihren bisherigen Erfahrungsschatz. Sie dient dazu, den Menschen mehr über sich selbst zu lehren und es ihm zu ermöglichen, sich angemessener zu verwirklichen ..."



Agnes Kaiser-Rekkas:
Hypnose lässt sich beschreiben als:

  • Primär entspannend, somit entängstigend und tief erholsam
  • Ein veränderter Bewusstseinszustand mit ausgeprägten Alpha-Phasen in der rechten Hemisphäre (Gehirnhälfte)
  • Ein geistig wacher, aufmerksamer und konzentrierter Zustand
  • Im therapeutischen Sinn ein schöpferischer Zustand des Lernens und der Neuorientierung
  • ... eine Methode, bei der Psychotherapie mit spezifischen Techniken im Trancezustand erfolgt
  • ... wobei kritisches Denkvermögen und ethisches Werteurteil unverändert aufrecht erhalten bleibt




  • Hypnotherapie nur auf Wunsch des Klienten/Patienten
  • Verantwortungsvoller Einsatz der Hypnose zum Wohl des Klienten/Patienten
  • Aufklärung und Transparenz der hypnotischen Sitzung
  • Gründliche Anamnese und Exploration zur Gestaltung der individuellen Hypnose




Jede Hypnose ist letztendlich eine Selbsthypnose, da Hypnose nur durch das aktive Mitwirken und Wollen der Klienten ermöglicht wird, denn der Klient erlaubt und bewirkt dadurch die Hypnose. Niemand kann gegen seinen Willen hypnotisiert werden.

Ziel einer Hypnotherapie könnte auch sein, mit der Zeit zu lernen, selbst in diesen tiefen Zustand der Entspannung zu gelangen zum Beispiel durch Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Bodyscan o.ä. und eigene Imaginationen und Suggestionen zu kreieren.

Dazu bedarf es dann im Vorfeld einer genauen Festlegung des persönlichen Zieles das erreicht werden soll und einer Suggestionsplanung.

Ziele und Suggestionen sollten immer positiv formuliert sein, in der Gegenwartsform ausgedrückt werden, und aus kurzen prägnanten Sätzen bestehen.




Geschichte:

Der Mediziner und Nervenarzt Prof. J.H. Schultz arbeitete bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einer Klinik in Berlin mit Hypnose und erzielte bei Krankheiten, die wir heute als psychosomatische Erkrankungen bezeichnen, beachtliche Erfolge. Diese ließen jedoch wieder nach, wenn die Patienten in ihr heimisches Umfeld zurückkehrten.

So entwickelte Prof. Schultz aus Elementen der Selbsthypnose und des Raja-Yoga (Übungsweg zur vollständigen Kontrolle des Geistes) etwa in der Zeit zwischen 1908 und 1912 die "konzentrative Selbstentspannung" oder das "Autogene Training".

Der besondere Verdienst von Prof. Schultz liegt dabei in der Wandlung des Patienten vom Empfänger medizinischer Applikationen hin zum eigenständig übenden Menschen.  Der Patient wird damit als mündiger Mensch betrachtet und mit dem Autogenen Training zu einer Eigenleistung bei seinen Heilungsbemühungen angeregt.

Mit der Anwendung des Autogenen Trainings wurde früh deutlich, daß es nicht der Arzt allein ist, der Heilung bewirkt und damit wurde erstmals dem aktiven Beitrag des Patienten an seiner eigenen Heilung größere Aufmerksamkeit geschenkt.


Als Seminar-Leiterin für Autogenes Training vermittle ich dieses Wissen auf Anfrage gern an Interessierte weiter, zumal es sich sehr gut eignet, um in einen Entspannungszustand zu kommen aber auch eine gute Möglichkeit ist, zum Einstieg in die Hypnosearbeit.

 
   
   
   
Top